Website modernisieren 2026 – Relaunch, CMS, SEO & Medien

Wann sich ein Relaunch lohnt, was er wirklich kostet — und warum Ihre Website nicht bei null anfangen muss

Ihre Website modernisieren — das steht seit Monaten auf der Liste, aber irgendwie passiert nichts. Die Seite existiert, sie ist online, technisch funktioniert sie halbwegs. Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt etwas daran geändert? Wann hat ein Kunde gesagt, er habe Sie über Google gefunden? Die Startseite zeigt noch Fotos vom alten Büro, das Kontaktformular leitet an eine E-Mail-Adresse weiter, die niemand mehr prüft, und beim letzten Versuch, einen Text zu ändern, hat das halbe Layout gewackelt. Sie sind damit nicht allein. Die meisten Firmenwebsites, die wir sehen, sind nicht kaputt — sie sind eingeschlafen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, woran Sie erkennen, dass ein Relaunch fällig ist, was sich konkret verbessern lässt und mit welchem Aufwand Sie rechnen sollten. Kein Technik-Kauderwelsch, keine Verkaufsshow — sondern die Informationen, die Sie brauchen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Inhaltsverzeichnis

Warum ein Relaunch mehr ist als ein neues Design

Wenn Unternehmer an einen Website-Relaunch denken, denken die meisten zuerst an Farben, Schriften und ein frisches Layout. Das ist verständlich — das Design ist schließlich das, was man sieht. Aber es ist nur die Oberfläche.

Unter dieser Oberfläche liegen Probleme, die Ihnen jeden Tag Geld und Kunden kosten, ohne dass Sie es merken. Seiten, die auf dem Handy kaum benutzbar sind. Ladezeiten von fünf, sechs, manchmal zehn Sekunden. Eine Seitenstruktur, die Google nicht versteht und deshalb nicht zeigt. Ein Content-Management-System, an das sich Ihr Team nicht mehr herantraut.

Ein seriöser Relaunch fasst all das an. Nicht nur die Fassade, sondern das Fundament. Das bedeutet: Technik aktualisieren, Inhalte überarbeiten, Struktur klären, Ladezeiten senken, Mobildarstellung in Ordnung bringen und das CMS so einrichten, dass Sie damit arbeiten können — nicht dagegen.

Das Gute daran: Ihre Website muss dafür nicht bei null anfangen. Funktionierende Inhalte, gewachsene Strukturen und aufgebaute SEO-Werte lassen sich erhalten. Was nicht mehr passt, wird gezielt ersetzt. Das spart Zeit, Geld und Nerven gegenüber einem kompletten Neubau.

Geschäftsführer und Beraterin sitzen am Besprechungstisch, Laptop zeigt eine Website, beide diskutieren konzentriert

Was bei einem Relaunch wirklich passiert

In der Praxis besteht ein Relaunch aus mehreren Bausteinen, die ineinandergreifen. Es hilft, sich das wie eine Gebäudesanierung vorzustellen: Sie reißen nicht das ganze Haus ab, nur weil die Elektrik veraltet und die Fassade bröckelt.

Zuerst wird aufgenommen, was da ist. Welche Seiten haben Besucher? Welche Inhalte sind noch aktuell? Wo verlinken andere Websites hin? Dieser Bestand ist Kapital — ihn wegzuwerfen wäre Verschwendung.

Dann wird geklärt, was das Ziel ist. Sollen Kunden Sie finden? Sollen Bewerber sehen, wie Sie arbeiten? Soll die Seite Anfragen generieren? Erst wenn das klar ist, ergibt eine neue Struktur Sinn.

Danach kommt die eigentliche Umsetzung: Technik modernisieren, Design anpassen, Inhalte überarbeiten, SEO einrichten, CMS aufräumen. Das klingt nach viel, und es ist auch Arbeit. Aber es ist planbar, und es ist endlich — anders als das ewige Flicken an einer Seite, die eigentlich nicht mehr funktioniert.

Relaunch vs. Neubau: Was ist der Unterschied?

Ein Neubau bedeutet: alles weg, alles neu. Neue Domain-Struktur, neue Inhalte, neues System. Das kann sinnvoll sein, wenn die bestehende Seite wirklich nur aus drei Seiten besteht und keine Suchmaschinen-Relevanz hat.

Ein Relaunch mit Substanz hingegen baut auf dem auf, was da ist. Bestehende URLs bleiben erhalten oder werden sauber weitergeleitet. Inhalte, die funktionieren, werden übernommen und aufgefrischt. Das schützt Ihre Position bei Google und sorgt dafür, dass bestehende Backlinks nicht ins Leere laufen.

Für die meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, ist der Relaunch mit Substanz der richtige Weg. Er ist schneller, günstiger und risikoärmer als ein kompletter Neubau.

CMS aufräumen: WordPress und Co. wieder nutzbar machen

Kennen Sie das? Sie wollen auf der Website einen Termin ändern oder ein neues Teammitglied vorstellen. Eigentlich sollte das eine Sache von zehn Minuten sein. Stattdessen brauchen Sie jemanden, der sich einloggt, das richtige Plugin findet, aufpasst, dass nichts kaputtgeht — und am Ende dauert es drei Tage und kostet 200 Euro.

Das Problem ist selten WordPress selbst. Das Problem ist, was über die Jahre daraus geworden ist. Jeder Dienstleister hat sein Lieblings-Plugin installiert, niemand hat je etwas entfernt, Updates wurden aufgeschoben, weil mal irgendwas nach einem Update nicht mehr ging. Irgendwann traut sich niemand mehr ran.

IT-Mitarbeiter bereinigt WordPress-Backend am Schreibtisch, Kollegin schaut interessiert über die Schulter

Wie ein CMS-Aufräumprojekt aussieht

Das Aufräumen eines CMS folgt einem klaren Plan. Zuerst wird inventarisiert: Welche Plugins sind installiert? Welche davon werden tatsächlich gebraucht? Welche sind veraltet oder haben bekannte Sicherheitslücken?

Dann wird reduziert. In den meisten Fällen können 30 bis 50 Prozent der Plugins entfernt werden, weil sie entweder redundant sind, durch eine bessere Lösung ersetzt werden können oder schlicht nicht mehr benötigt werden.

Danach wird die Seitenstruktur aufgeräumt. Entwürfe, die nie veröffentlicht wurden. Testseiten von 2019. Doppelte Mediendateien. All das belastet das System und macht die Bedienung unübersichtlich.

Am Ende steht ein System, das schneller lädt, sicherer ist und — das ist der entscheidende Punkt — von Ihrem Team wieder selbst bedient werden kann.

Vorher/Nachher: Ein CMS-Aufräumprojekt in Zahlen

Hier ein typisches Beispiel aus der Praxis, das so oder ähnlich regelmäßig vorkommt:

  • Vorher: 43 aktive Plugins, davon 11 mit Sicherheitswarnungen. Ladezeit der Startseite: 7,2 Sekunden. Letzte Inhaltspflege: vor 14 Monaten. Datenbank: 340 MB, davon geschätzt 60 % überflüssig.
  • Nachher: 16 aktive Plugins, alle aktuell und gewartet. Ladezeit der Startseite: 1,8 Sekunden. Redaktionsoberfläche vereinfacht, drei Mitarbeiter eingewiesen. Datenbank: 95 MB.

Das Ergebnis: Die Mitarbeiterin an der Rezeption kann jetzt selbst Öffnungszeiten ändern, neue Blogbeiträge anlegen und Bilder tauschen. Ohne Agentur-Ticket, ohne Wartezeit, ohne Angst, etwas kaputtzumachen.

Wann lohnt sich das Aufräumen — und wann braucht es mehr?

Aufräumen lohnt sich, wenn das Grundsystem noch tragfähig ist. Wenn WordPress in einer halbwegs aktuellen Version läuft, das Theme anpassbar ist und die Inhalte grundsätzlich stimmen, reicht oft ein gründliches Aufräumen.

Wenn allerdings das Theme seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, die PHP-Version veraltet ist und der Hoster schon Warnungen schickt, ist ein Relaunch die bessere Investition. Aufräumen macht Sinn, wenn das Fundament steht. Wenn das Fundament selbst das Problem ist, braucht es mehr.

Das lässt sich übrigens in den meisten Fällen innerhalb einer Stunde einschätzen. Kein großes Audit nötig — ein erfahrener Blick ins Backend reicht.

Sie sind nicht sicher, ob Ihre Website ein Aufräumen braucht oder einen Relaunch? Sprechen Sie mit uns über Ihre Möglichkeiten.

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SEO-Grundlagen: Sichtbarkeit aufbauen statt nur existieren

Die meisten Firmenwebsites sind bei Google praktisch unsichtbar. Nicht weil Google sie bestraft, sondern weil niemand die Grundlagen umgesetzt hat. Das ist so, als hätten Sie ein Geschäft, aber kein Schild an der Straße.

SEO — Suchmaschinenoptimierung — klingt komplizierter als es ist. Im Kern geht es darum, dass Google versteht, worum es auf Ihrer Seite geht, und dass Ihre Seite technisch so funktioniert, dass Google sie gerne anzeigt.

Technische Grundlagen, die oft fehlen

Bevor man über Keywords und Inhalte spricht, muss die Technik stimmen. Drei Dinge, die bei fast jeder Firmenwebsite zu verbessern sind:

  1. Ladezeit: Wenn Ihre Seite länger als drei Sekunden braucht, verlieren Sie Besucher — und Google wertet das negativ. Unkomprimierte Bilder, überflüssige Plugins und langsames Hosting sind die häufigsten Ursachen.
  2. Mobile Darstellung: Über 60 Prozent aller Websitebesuche kommen vom Smartphone. Wenn Ihre Seite auf dem Handy schlecht aussieht oder schwer bedienbar ist, haben Sie ein Problem. Google indexiert mittlerweile primär die mobile Version.
  3. Seitenstruktur: Klare Überschriftenhierarchie, saubere URLs, eine XML-Sitemap, funktionierende interne Verlinkung. Klingt technisch, ist aber Standard-Handwerk.

Das sind keine Geheimtricks. Das ist solides Handwerk, das bei vielen Seiten schlicht nie gemacht wurde. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu SEO und Sichtbarkeit.

Zwei Geschäftsleute betrachten Suchmaschinen-Ergebnisse auf einem Tablet in einem hellen Besprechungsraum

Inhalte, die gefunden werden

Technik ist die Voraussetzung, aber Inhalte sind das, was Google tatsächlich anzeigt. Und hier liegt bei den meisten Firmenwebsites das größte Potenzial.

Die typische Unternehmensseite hat eine Startseite, eine „Über uns"-Seite, eine Leistungsübersicht und eine Kontaktseite. Vier bis sechs Seiten, auf denen steht, was die Firma macht — aber nicht so, dass Google versteht, für welche Suchanfragen sie relevant ist.

Ein Beispiel: Wenn Sie Industriereinigung in Südhessen anbieten, muss Ihre Seite das klar kommunizieren. Nicht einmal in der Fußzeile, sondern in Überschriften, in Texten, in der Seitenbeschreibung. Google ist gut darin, Zusammenhänge zu erkennen — aber es muss Material da sein, das es erkennen kann.

Das heißt nicht, dass Sie jetzt einen Blog mit drei Artikeln pro Woche brauchen. Es heißt, dass Ihre bestehenden Seiten so geschrieben sein sollten, dass sie auf die Fragen antworten, die Ihre Kunden bei Google eingeben.

Noch besser: Seiten, die dem Besucher echten Mehrwert bieten — einen Rechner, ein Werkzeug, eine konkrete Hilfestellung. Google erkennt, ob Nutzer auf einer Seite bleiben und sie verwenden, oder ob sie sofort zurück zur Suche springen. Seiten mit echtem Nutzen ranken dauerhaft besser als reine Texte, egal wie gut sie geschrieben sind.

Was SEO realistisch bringt

Ehrliche Erwartung: SEO ist kein Schalter, den man umlegt. Es dauert Wochen bis Monate, bis Veränderungen bei Google ankommen. Und es gibt Branchen und Regionen, in denen die Konkurrenz online stärker ist als in anderen.

Was SEO aber zuverlässig bringt: Besucher, die Sie nicht jeden Monat neu bezahlen müssen. Anders als bei Google Ads oder Social-Media-Werbung arbeitet eine gut optimierte Seite dauerhaft für Sie. Die Investition in SEO-Grundlagen amortisiert sich typischerweise innerhalb von 6 bis 12 Monaten — und zahlt danach weiter.

Für ein Unternehmen mit regionalem Fokus und wenig Online-Konkurrenz sind die Chancen besonders gut. Oft reichen überschaubare Maßnahmen, um auf der ersten Google-Seite zu landen — einfach weil die Konkurrenz es auch nicht besser macht.

Medien modernisieren: Bild, Video und Botschaft schärfen

Bilder von 2018. Texte, die von jemandem geschrieben wurden, der längst nicht mehr im Unternehmen ist. Ein Teamfoto, auf dem drei der fünf Personen nicht mehr bei Ihnen arbeiten. Videos? Gibt es nicht.

Das klingt nach Kleinigkeiten. Aber diese Kleinigkeiten bestimmen den ersten Eindruck. Und der erste Eindruck entscheidet, ob jemand auf „Kontakt" klickt oder auf „Zurück".

Bilder: Weniger ist mehr, aber aktuell muss es sein

Sie brauchen kein aufwendiges Fotoshooting mit 300 Bildern. Was Sie brauchen: 15 bis 25 gute, aktuelle Fotos, die zeigen, wer Sie sind und was Sie tun. Echte Räume, echte Menschen, echte Arbeit.

Stockfotos — also eingekaufte Bilder von lächelnden Models am Schreibtisch — erkennt inzwischen jeder. Sie wirken austauschbar und unglaubwürdig. Eigene Fotos dagegen schaffen Vertrauen. Sie müssen nicht perfekt sein, aber sie müssen echt sein.

Technisch wichtig: Bilder müssen für das Web optimiert sein. Das heißt: richtige Dateigröße, modernes Format (WebP statt JPEG), passende Auflösung. Ein einzelnes unkomprimiertes Bild kann Ihre Ladezeit um Sekunden verschlechtern.

Fotografin macht Firmenporträts in einer Werkstatt, Mitarbeiter posieren vor einer Maschine

Texte: Klar sagen, was Sie tun

Viele Firmenwebsites lesen sich, als hätte jemand versucht, möglichst seriös zu klingen. Das Ergebnis sind Sätze wie „Wir bieten innovative Lösungen für individuelle Anforderungen." Das sagt alles und nichts.

Gute Webtexte sind konkret. Sie sagen, was Sie tun, für wen, und warum das gut ist. Ein Satz wie „Wir reinigen Industrieböden in Südhessen — innerhalb von 48 Stunden, auch am Wochenende" ist mehr wert als drei Absätze über „ganzheitliche Reinigungskonzepte".

Texte sind gleichzeitig das wichtigste SEO-Werkzeug. Was auf Ihrer Seite steht, bestimmt, wofür Google Sie anzeigt. Das macht Texte zur lohnendsten Investition auf der ganzen Website.

Video: Kein Muss, aber ein starkes Werkzeug

Ein kurzes Video — 60 bis 90 Sekunden — in dem Sie oder Ihre Mitarbeiter zeigen, was Sie tun, kann mehr bewirken als zehn Textseiten. Menschen vertrauen Menschen, die sie sehen und hören können.

Das muss keine Kinoproduktion sein. Ein sauber gefilmtes, gut beleuchtetes Video mit klarem Ton reicht. Wichtiger als die Produktionsqualität ist die Aussage: Was macht Ihr Unternehmen, und warum sollte man mit Ihnen zusammenarbeiten?

Wenn Video aktuell nicht im Budget ist: kein Problem. Eine Website mit guten Fotos und klaren Texten schlägt eine Website mit mittelmäßigem Video. Aber als nächsten Schritt ist Video fast immer eine sinnvolle Ergänzung.

Der richtige Zeitpunkt für einen Relaunch

Wann ist es so weit? Es gibt keinen festen Rhythmus — keine Regel, die sagt „alle drei Jahre neu". Aber es gibt klare Anzeichen, die Ihnen zeigen, dass Ihre Website nicht mehr für Sie arbeitet.

Checkliste: 10 Anzeichen, dass ein Relaunch fällig ist

  1. Niemand im Team traut sich, Inhalte zu ändern. Jede kleine Textänderung erfordert einen externen Dienstleister.
  2. Die Seite sieht auf dem Smartphone schlecht aus. Texte sind zu klein, Buttons zu nah beieinander, Bilder werden abgeschnitten.
  3. Die Ladezeit liegt über 4 Sekunden. Testen Sie es: Google PageSpeed Insights, kostenlos.
  4. Kunden finden Sie bei Google nicht. Suchen Sie Ihren Firmennamen plus Ihre Branche. Wenn Sie nicht auf Seite eins landen, stimmt etwas nicht.
  5. Das Design ist älter als 5 Jahre. Web-Design-Trends ändern sich. Was 2020 modern war, wirkt heute veraltet.
  6. Ihre Inhalte stimmen nicht mehr. Alte Produkte, ehemalige Mitarbeiter, falsche Öffnungszeiten, veraltete Referenzen.
  7. Sie bekommen kaum Anfragen über die Website. Wenn die Seite weder Anrufe noch E-Mails noch Formulareinsendungen generiert, ist sie ein Schaufenster ohne Kunden.
  8. SSL-Zertifikat fehlt oder ist abgelaufen. Browser zeigen dann „Nicht sicher" an. Das schreckt Besucher ab und kostet Google-Ranking.
  9. Sie haben mehr als 25 Plugins installiert. Jedes Plugin ist ein potentielles Sicherheitsrisiko und eine Bremse.
  10. Ihr Hoster oder CMS-Anbieter schickt Warnungen. Veraltete PHP-Versionen, nicht unterstützte Themes, ausstehende Updates — das sind keine Nachrichten, die man ignorieren sollte.

Wenn drei oder mehr dieser Punkte auf Sie zutreffen, lohnt sich ein genauer Blick. Das heißt nicht, dass Sie sofort alles neu machen müssen. Aber es heißt, dass Ihre Website Ihnen weniger bringt, als sie könnte.

Geschäftsführerin notiert Stichpunkte auf einem Whiteboard in einem kleinen Besprechungsraum

Der häufigste Fehler: Zu lange warten

Die meisten Unternehmer wissen, dass ihre Website nicht mehr zeitgemäß ist. Trotzdem schieben sie den Relaunch vor sich her — weil es aufwendig klingt, weil gerade andere Dinge wichtiger sind, weil die alte Seite ja „irgendwie noch funktioniert".

Das Problem: Je länger Sie warten, desto größer wird der Abstand zur Konkurrenz. Und desto mehr Arbeit wird es am Ende. Eine Website, die drei Jahre nicht gepflegt wurde, ist deutlich aufwendiger zu modernisieren als eine, bei der es „nur" um zwei Jahre geht.

Außerdem: Jeder Monat, in dem Ihre Website nicht bei Google sichtbar ist, ist ein Monat, in dem Kunden bei Ihrem Wettbewerber landen. Das sind keine theoretischen Verluste — das sind reale Anfragen, die woanders eingehen.

Der zweitgrößte Fehler: Zu viel auf einmal wollen

Ein Relaunch muss nicht alles auf einmal sein. Es ist völlig in Ordnung, in Phasen vorzugehen. Erst die Technik und das CMS. Dann die Inhalte. Dann SEO. Dann Video.

Dieses Vorgehen hat zwei Vorteile: Es verteilt die Kosten, und es liefert schneller erste Ergebnisse. Wenn Ihre Seite nach Phase eins schon doppelt so schnell lädt und Ihr Team wieder selbst Texte ändern kann, ist das ein spürbarer Fortschritt — auch wenn die neuen Fotos erst in Phase zwei kommen.

Was ein professioneller Relaunch kostet und bringt

Die Frage nach den Kosten ist berechtigt und wichtig. Niemand sollte eine Investition tätigen, ohne zu wissen, was sie ungefähr kostet und was sie bringt.

Kostenfaktoren bei einem Relaunch

Ein Website-Relaunch für ein kleineres Unternehmen bewegt sich typischerweise in diesen Rahmen:

  • CMS-Bereinigung und technische Modernisierung: Ab ca. 1.500 € für eine überschaubare WordPress-Installation. Bei größeren Seiten mit vielen Altlasten eher 2.500–4.000 €.
  • Design-Anpassung oder Neugestaltung: 2.000–5.000 €, je nachdem ob ein bestehendes Theme angepasst oder ein eigenes Design erstellt wird.
  • Inhalte überarbeiten (Texte, SEO): 1.500–3.500 €, abhängig vom Umfang. Eine Seite mit 10 Unterseiten ist weniger Aufwand als eine mit 40.
  • Fotografie: 500–1.500 € für ein halbtägiges Shooting mit 20–30 bearbeiteten Bildern.
  • Video: Ab ca. 1.500 € für ein einfaches Firmenvideo. Aufwendigere Produktionen entsprechend mehr.

In Summe landen die meisten Projekte, die wir betreuen, zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Das ist kein Kleingeld, aber es ist eine Investition, die sich rechnen sollte — und in der Regel auch rechnet.

Was es bringt: Realistisch betrachtet

Versprechen wie „300 % mehr Besucher" oder „Verdopplung des Umsatzes" sind unseriös. Was ein guter Relaunch realistisch bringt:

  • Mehr Sichtbarkeit bei Google: Bessere Rankings für relevante Suchbegriffe. Bei regionalen Unternehmen oft schon innerhalb weniger Monate messbar.
  • Mehr Anfragen: Eine schnelle, gut strukturierte Seite mit klaren Inhalten und einfachem Kontaktweg konvertiert besser. Das ist keine Magie, das ist Handwerk.
  • Weniger laufende Kosten: Wenn Ihr Team wieder selbst Inhalte pflegen kann, sparen Sie die monatlichen Agentur-Tickets für Kleinigkeiten.
  • Weniger Sicherheitsrisiken: Ein aufgeräumtes, aktuelles System wird seltener gehackt. Und wenn doch etwas passiert, ist die Wiederherstellung einfacher.
  • Ein Auftritt, der zum Unternehmen passt: Das ist schwer in Euro zu messen, aber jeder weiß, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Website nicht repräsentiert, was man täglich leistet.

Laufende Kosten nach dem Relaunch

Nach dem Relaunch fallen laufende Kosten an. Hosting, Domain, SSL-Zertifikat — das sind Fixkosten im Bereich von 15 bis 50 Euro pro Monat, je nach Anbieter und Anforderung.

Dazu kommt Wartung: Updates einspielen, Sicherungen prüfen, gelegentlich technisch nach dem Rechten sehen. Das kann Ihr Team teilweise selbst, aber eine regelmäßige technische Wartung durch einen Profi — etwa quartalsweise — ist sinnvoll. Rechnen Sie mit 50 bis 150 Euro pro Monat, je nach Umfang.

Inhaltspflege sollte Ihr Team übernehmen. Genau dafür wird das CMS bei einem Relaunch ja eingerichtet. Neue Referenzen, aktuelle Stellenangebote, saisonale Hinweise — das alles sollte ohne externen Aufwand möglich sein.

Sie möchten wissen, was ein Relaunch in Ihrem konkreten Fall kosten würde? Wir schauen uns Ihre Seite an — vor Ort im Raum Kiel oder remote — und geben eine fundierte Einschätzung.

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Unternehmerin und Webentwickler schauen gemeinsam auf einen Bildschirm mit Website-Analytics in einem modernen Büro

Wann sich die Investition rechnet

Eine einfache Rechnung: Wenn Ihre Website nach dem Relaunch zwei zusätzliche Kundenanfragen pro Monat bringt und Ihr durchschnittlicher Auftragswert bei 2.000 Euro liegt, sind das 4.000 Euro zusätzlicher Umsatz pro Monat. Bei Relaunch-Kosten von 8.000 Euro hätte sich die Investition nach zwei Monaten amortisiert.

Das ist natürlich vereinfacht. Nicht jede Anfrage wird zum Auftrag, nicht jeder Auftrag hat den gleichen Wert. Aber die Grundlogik stimmt: Eine Website, die Kunden bringt, ist kein Kostenfaktor — sie ist ein Vertriebskanal.

Und selbst wenn der Effekt kleiner ausfällt: Die Alternative — eine Website, die nichts bringt, aber trotzdem Hosting-Kosten und gelegentliche Notfall-Reparaturen verursacht — ist auf Dauer teurer.

Wie der Ablauf bei kommklick aussieht

Damit Sie sich vorstellen können, wie ein solches Projekt abläuft, hier der typische Weg:

  1. Erstgespräch (kostenlos): Wir schauen uns Ihre aktuelle Website an und besprechen, was Sie sich vorstellen. Danach wissen beide Seiten, ob es passt.
  2. Analyse und Angebot: Wir prüfen Technik, Inhalte und SEO-Status und erstellen ein konkretes Angebot mit Zeitplan und Festpreis.
  3. Umsetzung: Technik, Design, Inhalte — in klar definierten Schritten. Sie bekommen Zwischenstände und können Feedback geben.
  4. Einweisung: Ihr Team lernt, wie es Inhalte selbst pflegen kann. Keine Schulung im Hörsaal, sondern praktische Einweisung an der eigenen Seite.
  5. Launch und Nachbetreuung: Wir gehen mit der neuen Seite live, prüfen alles durch und bleiben für Fragen erreichbar.

Der ganze Prozess dauert je nach Umfang vier bis zehn Wochen. Das hängt davon ab, wie schnell Inhalte geliefert werden, ob Fotografie involviert ist und wie umfangreich die technische Modernisierung ausfällt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Website-Relaunch?

Für kleinere Unternehmen mit einer bestehenden WordPress-Seite liegen die Kosten typischerweise zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Das umfasst technische Modernisierung, CMS-Bereinigung, Design-Anpassung und Inhaltsüberarbeitung. Fotografie und Video kommen je nach Bedarf hinzu. Wir arbeiten mit Festpreisen, damit Sie vorher wissen, was es kostet. Die genaue Summe hängt vom Zustand der bestehenden Seite und vom Umfang der gewünschten Änderungen ab — dafür schauen wir uns Ihre Seite im Erstgespräch an.

Wie lange dauert ein Relaunch?

In der Regel vier bis zehn Wochen vom Projektstart bis zum Launch. Kompakte Projekte — etwa ein CMS-Aufräumen mit Design-Anpassung — schaffen wir oft in vier bis fünf Wochen. Umfangreichere Relaunches mit neuen Inhalten, Fotografie und SEO-Aufbau brauchen acht bis zehn Wochen. Der häufigste Engpass sind übrigens nicht wir, sondern die Zulieferung von Inhalten und Freigaben auf Kundenseite. Je schneller Sie Feedback geben, desto schneller ist die neue Seite live.

Kann ich meine bestehenden Inhalte behalten?

Ja, und in den meisten Fällen sollten Sie das auch. Seiten, die bei Google ranken, bestehende Verlinkungen von anderen Websites und Inhalte, die inhaltlich noch stimmen — all das ist Kapital. Bei einem Relaunch mit Substanz wird gezielt das ersetzt, was nicht mehr passt, und erhalten, was funktioniert.

Muss ich WordPress nutzen?

Nein. Aber wenn Sie bereits WordPress haben und es grundsätzlich funktioniert, ist es oft der pragmatischste Weg, damit weiterzuarbeiten — aufgeräumt und richtig eingerichtet. Ein Systemwechsel lohnt sich nur, wenn WordPress für Ihre Anforderungen nachweisbar nicht passt. Das besprechen wir im Erstgespräch.

Verliere ich mein Google-Ranking durch einen Relaunch?

Nicht wenn der Relaunch sauber gemacht wird. Bestehende URLs werden entweder beibehalten oder per Weiterleitung auf die neuen Adressen umgeleitet. So bleiben Ihre Rankings erhalten und bestehende Backlinks laufen nicht ins Leere. Bei den meisten Projekten verbessern sich die Rankings nach dem Relaunch sogar, weil Technik und Inhalte besser werden.

Kann mein Team die Website danach selbst pflegen?

Genau das ist das Ziel. Nach dem Relaunch ist das CMS so eingerichtet, dass Ihr Team Texte ändern, Bilder tauschen und neue Seiten anlegen kann — ohne technisches Vorwissen. Wir zeigen Ihren Mitarbeitern in einer praktischen Einweisung, wie alles funktioniert. Für technische Wartung und Updates empfehlen wir eine regelmäßige Betreuung, aber die tägliche Inhaltspflege liegt dann bei Ihnen.

Fazit

Ihre Website modernisieren bedeutet nicht, alles wegzuwerfen und von vorne anzufangen. Es bedeutet, genau hinzuschauen, was funktioniert und was nicht — und dann gezielt zu handeln. Technik aufräumen, Inhalte schärfen, Sichtbarkeit aufbauen, Medien aktualisieren. Das ist planbar, das ist bezahlbar, und es macht einen messbaren Unterschied. Nicht irgendwann, sondern innerhalb weniger Wochen. Der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, war vor einem Jahr. Der zweitbeste ist jetzt. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Website steht und was sich lohnt, sprechen Sie mit uns. Ehrliche Einschätzung, kein Verkaufsgespräch.