Typische CMS-Probleme nach Jahren ohne Pflege
Die meisten WordPress-Installationen starten ordentlich. Ein Entwickler setzt das System auf, wählt ein Theme, installiert ein paar Plugins, richtet die Seiten ein. Das funktioniert auch — für eine Weile. Dann verändert sich etwas: Der Entwickler ist nicht mehr verfügbar, jemand im Team installiert ein Plugin für ein Kontaktformular, ein anderer probiert einen Page Builder aus. Ein Praktikant legt Testseiten an, die nie wieder gelöscht werden.
Nach drei bis fünf Jahren sieht das Backend dann so aus, wie Sie es vermutlich kennen: unübersichtlich, vollgestopft, fragil. Die Startseite lädt langsam. Das Menü hat Einträge, die auf 404-Seiten führen. Im Medienbereich liegen 3.000 Bilder, von denen die Hälfte nirgends eingebunden ist. Und wer auf „Aktualisieren" klickt, betet kurz, dass danach noch alles funktioniert.
Das ist kein Zeichen dafür, dass WordPress schlecht ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass niemand sich regelmäßig darum gekümmert hat. Wie bei einem Büro, das fünf Jahre nicht aufgeräumt wurde: Alles ist noch da, aber keiner findet mehr etwas.
Die konkreten Symptome wiederholen sich bei fast jedem Projekt, das wir bei kommklick sehen:
- Ladezeiten über 4 Sekunden — Besucher springen ab, Google stuft die Seite herunter.
- Dutzende aktive Plugins, von denen ein Drittel veraltet oder redundant ist.
- Keine klare Seitenstruktur — Entwürfe, doppelte Seiten, verwaiste Beiträge.
- Veraltete PHP-Version, weil ein altes Plugin sonst nicht mehr läuft.
- Kein SSL-Zertifikat oder gemischte Inhalte (HTTP und HTTPS durcheinander).
- Niemand weiß, wer Zugang hat — drei ehemalige Mitarbeiter haben noch Admin-Rechte.
Jedes dieser Probleme ist einzeln lösbar. In Kombination sorgen sie dafür, dass die Website zum Risiko wird — für die Sicherheit, für die Auffindbarkeit bei Google und für Ihr Team, das lieber gar nichts anfasst, als etwas kaputt zu machen.
Plugin-Wildwuchs beseitigen
Plugins sind der Hauptgrund, warum WordPress-Installationen über die Jahre unbenutzbar werden. Das System selbst ist schlank. Aber jedes Plugin bringt eigenen Code mit, eigene Datenbanktabellen, eigene Einstellungsseiten. Bei 40 oder mehr Plugins überlagern sich diese Schichten so stark, dass niemand mehr durchblickt.
Die Faustregel ist einfach: Eine gut aufgesetzte Unternehmenswebsite braucht in der Regel 10 bis 15 Plugins. Manche kommen mit weniger aus. Wenn Ihre Installation mehr als 30 hat, stimmt mit ziemlicher Sicherheit etwas nicht.
Das heißt nicht, dass man blind löscht. Jedes Plugin wird geprüft: Was macht es? Wird es noch gebraucht? Gibt es eine bessere Alternative? Manche Plugins erledigen Aufgaben, die das Theme oder WordPress selbst längst beherrscht. Andere sind seit Jahren nicht aktualisiert worden und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.
Ein typisches Vorher/Nachher aus einem unserer Aufräumprojekte sieht so aus:
Vorher — 38 aktive Plugins:
- 3 verschiedene SEO-Plugins (nur eines davon konfiguriert)
- 2 Caching-Plugins (die sich gegenseitig behindert haben)
- 1 Page Builder (Elementor), 1 weiterer Page Builder (WPBakery) — beide im Einsatz, auf verschiedenen Seiten
- 4 Formular-Plugins (Contact Form 7, WPForms, Gravity Forms, ein selbst gebautes)
- 6 Plugins für Funktionen, die das Theme bereits mitbringt
- 5 Plugins, die seit über 2 Jahren kein Update hatten
- 3 Plugins für Social-Media-Integration, keine davon aktiv genutzt
- Diverse Kleinst-Plugins für einzelne Funktionen (Scroll-to-Top-Button, Cookie-Hinweis aus 2019, ein Slider, der auf keiner Seite eingebunden war)
Nachher — 12 aktive Plugins:
- 1 SEO-Plugin (sauber konfiguriert)
- 1 Caching-Plugin
- 1 Page Builder (einheitlich auf allen Seiten)
- 1 Formular-Plugin
- 1 Sicherheits-Plugin
- 1 Backup-Plugin
- 1 Cookie-Consent-Lösung (DSGVO-konform, aktuell)
- 5 funktionale Plugins für spezifische Anforderungen (Buchungssystem, Bildoptimierung, etc.)
Das Ergebnis: Die Ladezeit sank von 5,2 auf 1,8 Sekunden. Die Zahl der Datenbank-Abfragen pro Seitenaufruf halbierte sich. Und das Backend wurde so übersichtlich, dass die Mitarbeiterin, die künftig die Inhalte pflegt, sich nach einer kurzen Einführung sofort zurechtfand.
Wichtig dabei: Beim Entfernen von Plugins reicht es nicht, sie einfach zu deaktivieren. Viele hinterlassen Datenbanktabellen, Einstellungen und Dateien. Diese Reste müssen sauber entfernt werden, sonst schleppt die Installation den Ballast weiter mit.
Sie haben das Gefühl, Ihre WordPress-Installation ist ein Flickenteppich aus Plugins und Altlasten? Sprechen Sie mit uns über Ihre Möglichkeiten.
Jetzt unverbindlich anfragenNative PHP statt Plugin-Masse: Lizenzkosten sparen, Komplexität reduzieren
Um zu verstehen, warum so viele WordPress-Installationen mit Plugins vollgestopft sind, muss man wissen, wie WordPress unter der Haube funktioniert.
WordPress ist in PHP geschrieben — einer Programmiersprache, die auf dem Webserver läuft und die Webseiten erzeugt, die Sie im Browser sehen. Wenn jemand Ihre Website aufruft, führt der Server PHP-Code aus, holt Inhalte aus der Datenbank und baut daraus die fertige Seite zusammen. Das passiert bei jedem einzelnen Seitenaufruf.
WordPress selbst kann von Haus aus schon sehr viel: Seiten erstellen, Menüs verwalten, Bilder hochladen, Benutzer verwalten, E-Mails versenden. Das alles ist eingebaut und funktioniert ohne Zusätze.
Warum trotzdem so viele Plugins?
Das Plugin-System von WordPress ist genial und gefährlich zugleich. Es erlaubt jedem, die Funktionalität der Website zu erweitern — mit einem Klick auf „Installieren". Das ist bewusst so einfach gehalten, weil WordPress sich an alle richtet: vom Blogger über den Verein bis zum Unternehmen. Auch an Leute, die keine Zeile Code schreiben können und wollen.
Und genau hier liegt das Problem. Weil die Plugin-Installation so einfach ist, wird sie zur Standardlösung für alles. Brauchen Sie ein Kontaktformular? Plugin. Social-Media-Icons? Plugin. Einen Button, der nach oben scrollt? Plugin. Google Analytics einbinden? Plugin.
Jedes dieser Plugins bringt eigenen Code mit, eigene Stylesheets, eigene JavaScript-Dateien, eigene Datenbanktabellen, eigene Einstellungsseiten. Manche laden bei jedem Seitenaufruf ihre Dateien — auch auf Seiten, wo sie gar nicht gebraucht werden. Viele kosten jährliche Lizenzgebühren. Und alle brauchen regelmäßige Updates, die mit jedem WordPress-Update zu Kompatibilitätsproblemen führen können.
Was die meisten Website-Betreiber nicht wissen: Die Mehrheit dieser Plugins erledigt Aufgaben, die WordPress mit wenigen Zeilen eigenem PHP-Code bereits kann. Kein Plugin, kein Update-Zirkus, keine jährlichen Lizenzgebühren — nur sauberer Code, der genau das tut, was gebraucht wird. Und zwar für immer, ohne dass etwas abläuft oder inkompatibel wird.
Konkrete Beispiele: Was Plugins tun — und was davon trivial ist
- Kontaktformular: Contact Form 7, WPForms, Gravity Forms — jedes dieser Plugins bringt eine eigene Datenbank mit, einen eigenen Verwaltungsbereich, eigene Vorlagen. Was tatsächlich gebraucht wird: Ein Formular, das eine E-Mail verschickt. WordPress kann das von Haus aus. Ein schlankes Kontaktformular mit Spamschutz lässt sich in einer einzigen Datei umsetzen — ohne Lizenzgebühren, ohne Plugin-Updates, mit voller Kontrolle über Aussehen und Verhalten.
- Eigene Inhaltstypen: Plugins wie CPT UI oder Toolset kosten teilweise über 100 Euro pro Jahr — damit Sie eigene Seitentypen anlegen können (z.B. „Referenzen" oder „Stellenangebote"). WordPress kann das von Haus aus. Es braucht fünf Zeilen Code in einer Theme-Datei. Einmal eingerichtet, funktioniert das ohne Plugin, ohne Lizenz, ohne Ablaufdatum.
- Breadcrumbs (Navigationspfade): Diese kleinen „Startseite > Leistungen > SEO"-Pfade am oberen Seitenrand. Manche Unternehmen installieren dafür ein ganzes SEO-Plugin mit 40+ Dateien. Die eigentliche Funktion: 20 Zeilen PHP.
- Social-Media-Icons: Ein Plugin für fünf kleine Symbole mit fünf Links? Das ist ein HTML-Schnipsel — zehn Zeilen, kein Plugin nötig.
- Scroll-to-Top-Button: Dieser kleine Pfeil, der Sie zurück nach oben bringt. Drei Zeilen JavaScript. Dafür gibt es Plugins mit einer halben Megabyte und einer eigenen Einstellungsseite mit Farbwähler und Animationsoptionen.
- Google Analytics einbinden: Im Kern ist das ein einzelner Code-Schnipsel im Seitenkopf. Manche Installationen haben dafür ein Plugin, das bei jedem Seitenaufruf die Google-Schnittstelle abfragt und ein eigenes Dashboard baut — für etwas, das Sie bei Google selbst besser und genauer sehen.
Was das in der Praxis bedeutet
In einem konkreten Aufräumprojekt haben wir 14 Plugins durch nativen Code im Child-Theme ersetzt. Das Ergebnis:
- Lizenzkosten gespart: Drei Plugins mit jährlicher Lizenz (Formulare, Zusatzfelder, Bildergalerie) — zusammen über 400 Euro pro Jahr. Ersetzt durch eigenen Code, der nichts kostet und nie abläuft.
- Update-Aufwand reduziert: 14 Plugins weniger bedeuten 14 mögliche Kompatibilitätsprobleme weniger bei jedem WordPress-Update.
- Ladezeit verbessert: Jedes Plugin lädt eigene Dateien für Design und Funktionalität. 14 Plugins weniger bedeuteten im konkreten Fall: Der Browser muss 22 Dateien weniger vom Server laden, die Seite wird fast 400 KB leichter. Das spürt man — besonders auf dem Handy.
- Sicherheit erhöht: Jedes Plugin ist ein mögliches Einfallstor für Angreifer. Weniger Plugins, weniger Angriffsfläche — so einfach ist das.
Wann ein Plugin trotzdem sinnvoll ist
Nicht alles gehört in nativen Code. Es gibt Aufgaben, die tatsächlich komplex sind und bei denen ein gut gepflegtes Plugin die richtige Wahl ist:
- Cookie-Consent (Cookie-Einwilligungsbanner): Die Datenschutzgesetze rund um Cookies ändern sich laufend — in Deutschland das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutzgesetz (TDDDG), auf EU-Ebene die ePrivacy-Verordnung, dazu regelmäßig neue Gerichtsurteile. Welche Cookies eine Einwilligung brauchen und wie das Banner aussehen muss, ist heute anders als vor einem Jahr. Hier braucht es ein gepflegtes Plugin, das mit der aktuellen Rechtslage Schritt hält. Das selbst zu programmieren wäre fahrlässig — dafür ändert sich die Rechtslage zu oft.
- Online-Shop: WooCommerce ist ein vollständiges Shopsystem mit Warenkorb, Bezahlung, Versand, Steuern und Lagerverwaltung — das per Hand zu bauen wäre Wahnsinn.
- Caching (Zwischenspeicherung): Damit Ihre Website schneller lädt, können fertige Seiten zwischengespeichert werden, statt sie bei jedem Besuch neu zu berechnen. Das richtig umzusetzen — mit verschiedenen Speicherschichten und Anbindung an Rechenzentren weltweit — ist echtes Plugin-Terrain.
- Sicherheit: Ein gutes Sicherheits-Plugin schützt Ihre Website vor Hackerangriffen, sperrt verdächtige Anmeldeversuche und durchsucht Dateien nach Schadcode. Das ist keine Trivialaufgabe.
- Backup (Datensicherung): Zuverlässige automatische Sicherungen der gesamten Website, idealerweise in einen Cloud-Speicher. Wenn etwas schiefgeht, muss die Website mit einem Klick wiederherstellbar sein. Auch das lohnt sich als Plugin.
Die Kunst liegt darin, zu unterscheiden: Löst dieses Plugin ein echtes Problem, das eigenen Code nicht rechtfertigt? Oder erledigt es eine Trivialaufgabe, für die ich Lizenzgebühren zahle und mir Abhängigkeiten einhandle?
Bei kommklick im Raum Kiel analysieren wir jede WordPress-Installation mit genau diesem Blick: Was muss Plugin sein, was kann nativer Code — und was kann ersatzlos weg? Das Ergebnis ist eine schlanke, schnelle, wartbare Website ohne unnötige Kosten.
Sie zahlen jährliche Lizenzgebühren für Plugins, die eigentlich triviale Aufgaben erledigen? Wir zeigen Ihnen, was durch nativen Code ersetzbar ist — und wie viel Sie damit sparen.
Plugin-Audit anfragenSeitenstruktur bereinigen und vereinfachen
Neben den Plugins ist die Seitenstruktur der zweite große Schmerzpunkt. Über die Jahre sammeln sich Inhalte an, die niemand mehr braucht: Entwürfe, die nie veröffentlicht wurden. Doppelte Seiten, weil jemand eine Kopie angelegt hat, statt das Original zu bearbeiten. Beiträge aus dem Blog-Versuch von 2019, der nach drei Artikeln aufgegeben wurde.
Das Problem ist nicht nur Unordnung. Eine aufgeblähte Seitenstruktur schadet konkret:
- Google indexiert Seiten, die Sie gar nicht zeigen wollen — verwaiste Seiten ohne Inhalt verwässern Ihre Sichtbarkeit.
- Interne Links führen ins Leere — das ist schlecht für Besucher und für Suchmaschinen.
- Ihr Team verliert den Überblick — wenn 180 Seiten im Backend stehen, aber nur 25 davon live und aktuell sind, findet niemand mehr etwas.
Die Bereinigung folgt einem klaren Ablauf. Zuerst wird aufgenommen, was vorhanden ist: Welche Seiten sind veröffentlicht? Welche erhalten tatsächlich Besucher? Welche sind intern verlinkt? Welche haben einen Nutzen für das Unternehmen?
Dann wird sortiert. Seiten, die noch gebraucht werden, bleiben. Seiten, die veraltet sind, aber von Google indexiert wurden und Besucher bringen, bekommen eine Weiterleitung auf eine passende aktuelle Seite. Alles andere wird gelöscht — sauber, mit Weiterleitungen, damit keine 404-Fehler entstehen.
Das klingt nach viel Arbeit — und das ist es auch, wenn es gründlich gemacht wird. Aber das Ergebnis ist eine Website, die wieder eine klare Struktur hat. Besucher finden, was sie suchen. Google versteht, worum es auf der Seite geht. Und Ihr Team sieht im Backend nur noch das, womit es tatsächlich arbeiten muss.
Übrigens hängt die Seitenstruktur direkt mit Ihrer SEO-Sichtbarkeit zusammen. Eine aufgeräumte, logische Struktur ist die Grundlage dafür, dass Suchmaschinen Ihre Inhalte richtig einordnen. Ohne sie bringt auch das beste SEO-Plugin nichts.
Rechte und Rollen sauber aufsetzen
Dieses Thema wird fast immer unterschätzt. In den meisten WordPress-Installationen, die wir sehen, hat jeder Benutzer Admin-Rechte. Der Geschäftsführer, die Marketing-Mitarbeiterin, der externe Texter, der ehemalige Webentwickler — alle auf der gleichen Stufe.
Das ist so, als hätte jeder im Unternehmen den Generalschlüssel zum Gebäude, zum Tresor und zur Alarmanlage. Es funktioniert — bis es nicht mehr funktioniert.
Die Risiken sind konkret:
- Sicherheit: Jeder Admin-Account ist ein potenzielles Einfallstor. Wird eines dieser Konten gehackt (schwaches Passwort, Phishing), hat der Angreifer vollen Zugriff.
- Versehentliche Änderungen: Wer Admin-Rechte hat, kann Plugins deaktivieren, das Theme wechseln oder die gesamte Seite löschen — auch aus Versehen.
- Unklarheit: Wenn alle alles dürfen, weiß niemand, wer wofür zuständig ist.
WordPress bringt von Haus aus ein brauchbares Rollensystem mit: Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter, Abonnent. Für die meisten Unternehmenswebsites reichen zwei Rollen im Alltag: Ein oder zwei Administratoren (für technische Änderungen) und Redakteure für alle, die Inhalte pflegen.
Die Redakteursrolle erlaubt das Erstellen, Bearbeiten und Veröffentlichen von Seiten und Beiträgen — aber keinen Zugriff auf Plugins, Themes oder Systemeinstellungen. Das ist genau das, was ein Team braucht, das Texte aktualisieren und Bilder austauschen soll.
Bei Bedarf lassen sich die Rollen auch feiner anpassen. Wenn zum Beispiel ein externer Texter nur Entwürfe anlegen, aber nicht selbst veröffentlichen soll, ist das mit einer Anpassung der Autor-Rolle machbar. Der Aufwand dafür ist gering, der Gewinn an Klarheit und Sicherheit erheblich.
Zum Aufräumen der Benutzer gehört auch: Alte Accounts löschen. Wer nicht mehr für das Unternehmen arbeitet, braucht keinen Zugang zur Website. Klingt selbstverständlich, wird aber erstaunlich oft vergessen.
Das Team befähigen: Inhalte selbst pflegen
Das eigentliche Ziel beim WordPress aufräumen ist nicht eine saubere Datenbank oder eine kurze Plugin-Liste. Das eigentliche Ziel ist: Ihr Team soll wieder selbst mit der Website arbeiten können. Ohne Angst, etwas kaputtzumachen. Ohne bei jeder Textänderung einen externen Dienstleister anrufen zu müssen.
Das klingt banal, ist aber für viele Unternehmen ein echtes Problem. Wir hören regelmäßig Sätze wie: „Wir würden ja gerne die Website aktuell halten, aber wir trauen uns nicht ran." Oder: „Jede kleine Änderung kostet uns 200 Euro, weil wir den Entwickler beauftragen müssen."
Dieses Problem hat meistens zwei Ursachen:
- Das Backend ist zu komplex. Wenn das Team sich zwischen 40 Plugins, drei Page Buildern und einem unübersichtlichen Menü zurechtfinden muss, fasst niemand freiwillig etwas an.
- Es gibt keine Einführung. Irgendwann hat jemand die Website gebaut, die Zugangsdaten übergeben und sich verabschiedet. Eine Einweisung gab es nicht — oder sie war so technisch, dass nach einer Woche alles wieder vergessen war.
Beides lässt sich lösen. Nach einer Bereinigung sieht das Backend deutlich übersichtlicher aus. Wenn dann noch die Rollen richtig eingerichtet sind, sieht ein Redakteur nur das, was er braucht: Seiten, Beiträge, Medien. Keine Plugin-Einstellungen, keine Theme-Optionen, kein technisches Rauschen.
Der zweite Schritt ist eine praxisnahe Einführung. Keine allgemeine WordPress-Schulung, sondern eine Einweisung an der eigenen Website: Wie ändere ich einen Text auf der Startseite? Wie tausche ich ein Bild aus? Wie lege ich einen neuen Blogbeitrag an? Wie veröffentliche ich eine Stellenanzeige?
Das dauert in der Regel ein bis zwei Stunden und wird am besten per Video aufgezeichnet, damit das Team später nachschauen kann. Nach unserer Erfahrung reicht das, damit ein oder zwei Leute im Unternehmen die laufende Pflege übernehmen können.
Der Effekt ist beachtlich. Wenn eine Mitarbeiterin die Öffnungszeiten selbst aktualisieren kann, statt drei Tage auf den Entwickler zu warten, verändert das die Einstellung zur eigenen Website. Sie wird vom Fremdkörper zum Werkzeug.
Was das Team danach typischerweise selbst erledigen kann:
- Texte auf bestehenden Seiten ändern
- Bilder austauschen und neue hochladen
- Blogbeiträge oder News erstellen und veröffentlichen
- Einfache Seiten nach vorhandenem Muster anlegen
- Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Stellenanzeigen aktuell halten
Was weiterhin besser ein Profi macht:
- Plugin-Updates und Kompatibilitätsprüfungen
- Sicherheits-Updates für WordPress und das Theme
- Strukturelle Änderungen am Seitenlayout
- Technische SEO-Anpassungen
- Backups und Notfall-Wiederherstellung
Diese Aufteilung ist realistisch und funktioniert gut. Das Team kümmert sich um die Inhalte, ein Dienstleister um die Technik — im Rahmen einer regelmäßigen Wartung, nicht als Feuerwehreinsatz.
Wenn Ihre Website nach der Bereinigung auch optisch und technisch auf aktuellen Stand gebracht werden soll, lohnt sich ein Blick auf unser Konzept für einen Relaunch mit Substanz. Dort geht es darum, wie sich Design, Technik und Ladezeiten modernisieren lassen, ohne bewährte Inhalte und SEO-Werte zu verlieren.
Sie wollen wissen, wie viel Aufräumarbeit Ihre WordPress-Installation braucht — und was das konkret kosten würde? Schildern Sie uns Ihre Situation — vor Ort im Raum Kiel oder remote.
Jetzt unverbindlich anfragenWas kostet es, ein WordPress aufzuräumen?
Die Antwort: Es kommt darauf an. Aber wir können Größenordnungen nennen, damit Sie eine Vorstellung haben.
Eine reine Plugin-Bereinigung bei einer mittelgroßen Unternehmenswebsite (20–50 Seiten, 30–40 Plugins) liegt typischerweise im Bereich von 1.500 bis 3.000 Euro. Darin enthalten sind die Analyse, das Entfernen überflüssiger Plugins, die Konfiguration der verbleibenden und die Bereinigung der Datenbank.
Wenn zusätzlich die Seitenstruktur aufgeräumt, Weiterleitungen eingerichtet, Benutzerrollen konfiguriert und eine Einführung für das Team gegeben werden soll, bewegt sich der Aufwand eher bei 3.000 bis 6.000 Euro. Das ist eine Investition — aber deutlich günstiger als ein kompletter Neuaufbau, der schnell das Drei- bis Fünffache kosten kann.
Dazu kommt eine laufende Wartung, die wir ausdrücklich empfehlen: regelmäßige Updates, Backups, Sicherheitsprüfungen. Das liegt typischerweise bei 100 bis 250 Euro pro Monat, je nach Umfang. Damit bleibt die Website in dem Zustand, in den sie gebracht wurde — statt in drei Jahren wieder da zu stehen, wo Sie jetzt sind.
Wann lohnt es sich — und wann nicht?
Eine Bereinigung lohnt sich, wenn die Grundsubstanz der Website stimmt. Das heißt: Die Inhalte sind im Kern brauchbar, die Seitenstruktur ist grundsätzlich sinnvoll, und es geht vor allem darum, den technischen Unterbau wieder in Ordnung zu bringen.
Es lohnt sich weniger, wenn die Website grundlegend anders aufgebaut werden soll — neues Geschäftsmodell, völlig andere Zielgruppe, komplett neues Design. In dem Fall ist ein durchdachter Relaunch der bessere Weg. Auch hier muss man nicht bei null anfangen: Inhalte, die funktionieren, und aufgebaute SEO-Sichtbarkeit lassen sich in eine neue Struktur übernehmen.
Manchmal zeigt sich auch erst während der Analyse, welcher Weg der richtige ist. Deshalb beginnen wir jedes Projekt mit einer Bestandsaufnahme — und geben dann eine fundierte Empfehlung, ob aufräumen reicht oder ob mehr nötig ist.




